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KINO-TIPP "We feed the world" - ein Film über unser Essen und die Machenschaften rund herum
"We feed the world" - ein Film über unser Essen
„Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren. Ein Kind, das an Hunger stirbt, wird von der Gesellschaft ermordet.“
Jean Ziegler, UN-Sonderberichterstatter für das Menschenrecht auf Nahrung, im neuen Film vom österreichischen Regisseur Erwin Wagenhofer "We feed the world".
Im packenden Film "We feed the world" werden Herkunft sowie Produktion unserer Lebensmittel und die daraus resultierenden Konsequenzen für Mensch und Umwelt beleuchtet.
Die Fakten und Bilder verderben einem dabei jedoch den Appetit: In Wien wird tagtäglich gleich viel Brot entsorgt wie Graz täglich verbraucht. Auf rund 350.000 Hektar, vor allem in Lateinamerika, werden Sojabohnen für die österreichische Viehwirtschaft angebaut, daneben hungert ein Viertel der südamerikanischen Bevölkerung. Jede Europäerin und jeder Europäer essen jährlich zehn Kilogramm künstlich bewässertes Treibhausgemüse aus Südspanien, wo deswegen die Wasserreserven knapp werden.
In Europa werden Millionen Tonnen von Weizen und Mais zur Stromerzeugung verbrannt. Bauern erhalten nur mehr EU-Förderungen, wenn sie mindestens 10 % ihrer Fläche als Brache unbewirtschaftet lassen.
Rund 45 Millionen Hühner werden jährlich in Österreich geschlachtet. Etliche Kücken sterben aber schon vorher bei der Zucht und verenden im Dreck.
Das System ist krank - so krank, wie wir es alle werden, wenn wir uns nicht bald auf neue, ethische Werte besinnen.
Die Botschaft des Films ist klar: "Wir müssen anders leben, wir müssen anders essen, anders einkaufen, wir müssen andere Filme anschauen. Oder wir müssen zumindest unzufrieden sein mit dem, was wir haben", resümmiert Wagenhofer über seinen Film.
Also: ab ins Kino!
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