Individualverkehr
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09.12.2003, KfV: IM TUNNEL COOL BLEIBEN!
Di, 09.Dez 2003 IM TUNNEL COOL BLEIBEN! Utl.: Eine KfV-Studie zeigt wie der "Wohlfühltunnel" aussieht. Ge-schwindigkeit anpassen und Abstand halten ist trotzdem Pflicht = Wien (OTS) - Die vielzitierte Tunnelangst ist gar nicht so weit verbreitet, wie man vielleicht denkt. Laut einer Untersuchung des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) kommt es bei manchen Autofahrern zwar zu einem mulmigen Gefühl, wenn sie durch das "schwarze Loch" müssen, für die meisten wirkt ein Tunnel aber erst dann beängstigend wenn äußere Umstände dazu Anlass geben - eine Baustelle zum Beispiel oder ein entgegenkommender Lkw in einröhrigen Tunnels. Ein Phänomen konnte allerdings beobachtet werden, bemerkt Mag. Michael Gatscha, Verkehrspsychologe und Studienautor: "Bei manchen Tunnels war eine Fluchttendenz zu bemerken: Je näher der Ausgang in Reichweite rückte, desto schneller wurde gefahren. Es entstand offenbar eine Sehnsucht, sobald wie möglich wieder in die 'Freiheit' zu gelangen. Wir empfehlen allen Autolenkern im Tunnel zu ihrer eigenen Sicherheit: Ruhe bewahren und cool bleiben!" Abstand halten, Geschwindigkeit reduzieren, Überholverbot beachten Bis 31. August dieses Jahres verunglückten in österreichischen Tunnels bei 225 Unfällen 312 Menschen. Im Vergleich zum Vorjahr ist sowohl die Anzahl der Unfälle als auch der Verunglückten gesunken. Ein Grund dafür ist die maßgebliche Erhöhung der Sicherheit in Tunnels. Das KfV führt, gemeinsam mit der vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie einberufenen Tunnelkommission, regelmäßige Geschwindigkeits- Abstands- und Seitenmessungen in Tunnels durch. Für KfV-Direktor Dr. Othmar Thann beginnt Sicherheit aber vor allem im Kopf: "Bei Tunnelunfällen ist nicht allein die Technik Schuld. Die Verkehrsteilnehmer selbst sind es, die ihre eigene Sicherheit in der Hand halten. Daher gilt im Tunnel vor allem: Sicherheitsabstand genau einhalten, Geschwindigkeit anpassen, Überholverbot beachten!" Wer bewusst durch den Tunnel fährt, beobachtet die Noteinrichtungen, Pannennischen und wechselt den Fahrstreifen bei Gegenverkehrstunneln nicht. Wie sieht der sichere Tunnel aus? Je dunkler und je länger ein Tunnel ist, desto unangenehmer ist er für die Verkehrsteilnehmer. Genau umgekehrt verhält es sich mit der Helligkeit des Tunnels. Ein gut ausgeleuchteter Tunnel mit gleichmäßiger Beleuchtung kommt bei Autofahrern besser an - zu grell sollte er allerdings auch nicht sein. Der verkehrssichere Tunnel, den sich die Befragten der KfV-Studie wünschen, verfügt außerdem über zwei getrennte Richtungsröhren, selbstleuchtende Bordsteinmarkierungen (Katzenaugen) und eine helle Ausleuchtung der Nischen. Allgemeine Verhaltensregeln im Tunnel - Schalten Sie vor der Einfahrt in den Tunnel das Abblendlicht ein und nehmen Sie eine eventuell aufgesetzte Sonnenbrille ab! - Beim Lenken eines Lkw - achten Sie auf die Höhe des Ladeguts vor der Einfahrt in den Tunnel! - Sind fahrstreifenbezogene Informationen eingerichtet, befolgen Sie unbedingt die Signalbilder! - Das Nichtbefolgen ist nicht nur strafbar, sondern auch gefährlich: Auf einer gesperrten Fahrspur kann sich zum Beispiel ein Kraftfahrzeug bzw. Personal oder Fahrzeug des Straßendienstes befinden. - Auf keinen Fall das Fahrzeug wenden oder zurückschieben - Bei Stau: Warnblinkanlage einstellen, Fahrzeug nicht verlassen, Motor abstellen, bei schlechter Luft auf Umluft stellen oder Fahrzeuglüftung ganz abstellen, Fenster schließen und nicht rauchen! Über das Radiogerät oder über die Tunnellautsprecher erhalten Sie vom Tunnelwart weitere Hinweise. Folgen Sie den Weisungen der Einsatzkräfte! Rückfragehinweis: Kuratorium für Verkehrssicherheit Mag. Gabriele Hinterkörner Pressestelle Tel.: (++43-1) 71 770/161 www.kfv.at *** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS *** OTS0046 2003-12-09/10:10 |







