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ÖSAG Trassenplanung zur S1 Wiener Außenring Schnellstraße, Abschnitte Knoten Schwecht - Knoten Lobau - Knoten Deutsch Wagram
Knoten Schwechat - Knoten Lobau
Seit dem Fall des 'Eisernen Vorhangs' vor mehr als zehn Jahren hat die Ostregion Österreichs international stark an Bedeutung gewonnen. Durch den EU-Beitritt der MOEL-Staaten rückt die „Vienna Region“ ins Zentrum des geeinten Europas. Die internationalen Anforderungen, das zu erwartende Verkehrsaufkommen in den nächsten Jahren und regionale Entwicklungschancen im Nordosten Wiens und seinem Umland erfordern eine nachhaltige Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur.
Vor diesem Hintergrund werden derzeit eine Reihe bedeutender Projekte zum Ausbau der Infrastruktur diskutiert und geplant. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Studien zur Verkehrsentwicklung verfasst, in denen städtebauliche Potenziale, aktuelle Verkehrsprobleme und der Schutz ökologisch sensibler Landschaften untersucht wurden. Zusätzlich erfolgte im Auftrag der Stadt Wien eine „Strategische Umweltprüfung“ („SUPer NOW“) zur Abschätzung der künftigen Raumentwicklung im Nordosten von Wien, die Umweltaspekte sowie wirtschaftliche und soziale Interessen beurteilte.
S1 Wiener Außenring Schnellstraße
Zu einem der größten Infratsrukturvorhaben zählt die „S1 Wiener Außenring Schnellstraße“, die im Abschnitt Vösendorf bis Schwechat bereits gebaut wird. Der geplante weiter Verlauf gliedert sich in die Unterabschnitte Knoten Schwechat bis Knoten Lobau, Knoten Lobau bis Knoten Deutsch-Wagram und findet seine Fortsetzung in den Abschnitte S1-Ost und S1-West bis Korneuburg.
Die S1 Wiener Außenring Schnellstraße stellt somit eine übergeordnete Verbindung des hochrangigen Straßennetzes um Wien dar.
Ende 2003 wurde die Voruntersuchung zum Abschnitt Knoten Schwechat – Knoten Lobau abgeschlossen. Diese konzentrierte sich insbesondere auf die bau- und verkehrstechnischen Möglichkeiten der Donauquerung. Verglichen wurden eine Brückenlösung und verschiedene Tunnelvarianten, wobei die geologischen Rahmenbedingungen wesentliche Rückwirkungen auf die bautechnische Machbarkeit haben. Eine weitere verkehrstechnische Herausforderung bildet die Anbindung der künftigen Donauquerung an die zu verlängernde A22 Donauuferautobahn.
Die verschiedenen Möglichkeiten wurden einander gegenüber gestellt und in einer Nutzen-Kosten-Untersuchung, in die auch die Weiterführung der S1 Richtung Norden (A5) mit einbezogen wurde, nach einheitlichen Kriterien verglichen. Straßen- und Verkehrsplanung wurden dabei ebenso berücksichtigt wie Raumplanung, Ökologie, Tunnelbautechnik, Hydrogeologie, Hochwasserschutz, Verkehrssicherheit und Umweltaspekte. Als Ergebnis wurde festgelegt, dass die Donauquerung der S1 zwischen dem Hafen Albern und dem Zentraltanklager Lobau erfolgen wird. Auch die Machbarkeit der Knoten Lobau und Knoten Schwechat wurde technisch geprüft und als durchführbar bewertet, wobei die endgültige Lage des Knotens Schwechat und der Anschlussstelle Mannswörther Straße davon abhängt, ob die Donau mittels Tunnel oder Brücke gequert wird.
Im nächsten Schritt wird das Vorprojekt ausgearbeitet, im darauf folgenden Einreichprojekt erfolgt eine detaillierte Planung der Trasse und die Einreichung der Umweltverträglichkeitserklärung (UVE). Parallel zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie und den erforderlichen Behördenverfahren startet Anfang 2006 das Bauprojekt, in dem die Details der Trasse festgelegt werden. Der Baubeginn ist für 2008 geplant, Ende 2010 soll der Abschnitt fertig gestellt sein.
DI Christian Honeger
ÖSAG, Projektleiter S1 Donauquerung
Telefon (Sekretariat Fr. Jamnig): 01 / 53134 - 14440
honeger.christian@oesag.at
DI Andreas Fromm
ÖSAG, Stv. Projektleiter S1 Donauquerung
Telefon (Sekretariat Fr. Jamnig): 01 / 53134 - 14440
fromm.andreas@oesag.at
Text verfasst von: ÖSAG - Österreichische Autobahnen- und Schnellstraßen Gesellschaft m.b.H.
ein Unternehmen des ASFINAG Konzerns.
Knoten Lobau - Knoten Deutsch Wagram
Seit dem Fall des 'Eisernen Vorhangs' vor mehr als zehn Jahren hat die Ostregion Österreichs international stark an Bedeutung gewonnen. Durch den EU-Beitritt der MOEL-Staaten rückt die „Vienna Region“ ins Zentrum des geeinten Europas. Die internationalen Anforderungen, das zu erwartende Verkehrsaufkommen in den nächsten Jahren und regionale Entwicklungschancen im Nordosten Wiens und seinem Umland erfordern eine nachhaltige Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur.
Vor diesem Hintergrund werden derzeit eine Reihe bedeutender Projekte zum Ausbau der Infrastruktur diskutiert und geplant. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Studien zur Verkehrsentwicklung verfasst, in denen städtebauliche Potenziale, aktuelle Verkehrsprobleme und der Schutz ökologisch sensibler Landschaften untersucht wurden. Zusätzlich erfolgte im Auftrag der Stadt Wien eine „Strategische Umweltprüfung“ („SUPer NOW“) zur Abschätzung der künftigen Raumentwicklung im Nordosten von Wien, die Umweltaspekte sowie wirtschaftliche und soziale Interessen beurteilte.
S1 Wiener Außenring Schnellstraße
Zu einem der größten Infratsrukturvorhaben zählt die „S1 Wiener Außenring Schnellstraße“, die im Abschnitt Vösendorf bis Schwechat bereits gebaut wird. Der geplante weiter Verlauf gliedert sich in die Unterabschnitte Knoten Schwechat bis Knoten Lobau, Knoten Lobau bis Knoten Deutsch-Wagram und findet seine Fortsetzung in den Abschnitte S1-Ost und S1-West bis Korneuburg.
Die S1 Wiener Außenring Schnellstraße stellt somit eine übergeordnete Verbindung des hochrangigen Straßennetzes um Wien dar.
Die ÖSAG hat im Auftrag der ASFINAG verschiedene Trassenvarianten für die S1 zwischen dem Knoten Lobau und dem Knoten Deutsch-Wagram geprüft. Die in den letzten Jahren erarbeiteten Trassenvarianten wurde einander gegenüber gestellt und mit einheitlichen Beurteilungskriterien in den Bereichen Verkehr, Raum, Umwelt und Kosten/Realisierung bewertet.
Für den Verlauf der S1 vom Knoten Lobau bis zum Knoten Deutsch Wagram wurden von den untersuchten Varianten schließlich zwei Trassenkorridore als besonders geeignet eingestuft: Variante 1 („äußere Variante“) und 3 („innere Variante“).
Variante 1
(„äußere Variante“) Ausgehend vom Knoten Lobau verläuft die S1 östlich des Zentraltanklagers Lobau und unterquert den Nationalpark auf einer Länge von ca. 4 km in einem Tunnel. Danach verläuft die Trasse entlang der Landesgrenze Wien-Niederösterreich zwischen Eßling und dem Gebiet westlich von Groß Enzersdorf und Raasdorf bis zum Knoten Deutsch-Wagram.
Variante 3
(„innere Variante“) Bei der inneren Variante werden derzeit drei Optionen geprüft:
Variante 3a: Vom Knoten Lobau verläuft die Trasse durch das Tanklager, anschließend führt sie nördlich in Richtung Aspern in Volleinhausung bis zur Anschlussstelle B3.
Variante 3b: Vom Knoten Lobau verläuft die Trasse am östlichen Rand des Tanklagers in Tunnellage bzw. und in Tieflage mit Volleinhausung nördlich in Richtung Aspern bis zur Anschlussstelle B3.
Variante 3a/3b: Diese Trasse kombiniert die Varianten 3a und 3b. Vom Knoten Lobau verläuft die Trasse eingehaust am Ostrand des Tanklagers (entsprechend Variante 3b), um danach entlang des Nordrandes des Tanklagers als Tunnel auf die Trasse von Variante 3a einzuschwenken. Bei dieser Trassenführung ist keine direkte Unterquerung des Tanklagers erforderlich.
Ab der Anschlussstelle B3 sind die Varianten ident. Die Trasse verläuft östlich des Flugfeldes Aspern und danach in nördlicher Richtung teilweise in Halbeinhausung zur Wiener Landesgrenze und weiter bis zum Knoten Deutsch-Wagram.
Faktoren für die Trassenentscheidung
In der Voruntersuchung wurden verschiedene Aspekte herausgearbeitet, die für die endgültige Trassenentscheidung relevant sind. Sie werden im Rahmen vertiefender Untersuchungen bis Ende 2003 geprüft und weiter bearbeitet:
- Beurteilung naturschutzrelevanter Konfliktpotenziale
(z.B.: Nationalpark Donau-Auen, „Grüngürtel Wien“)
- Nähe zu Siedlungsgebieten / umweltrelevante Auswirkungen
- Querung des Tanklagers
- Verkehrssicherheit und Fluchteinrichtungen im Lobautunnel
- Technische Machbarkeit (insbes. Anschlussstellen, Knoten)
- Wirtschaftlichkeit
Ende 2003 wurde die Voruntersuchung zum Abschnitt S1 Knoten Lobau – Knoten Deutsch-Wagram abgeschlossen. Ziel war, die Notwendigkeit, Zweckmäßigkeit und Machbarkeit des Straßenprojektes zu ermitteln. Speziell im Bereich des Knoten Lobau und der Unterquerung des Zentraltanklagers sind noch umfangreiche Detailuntersuchungen erforderlich.
Im nächsten Schritt wird das Vorprojekt ausgearbeitet. Dabei wird eine eingehende Variantenanalyse auf Basis einer detaillierten Nutzen-Kosten-Untersuchung durchgeführt. Besonderes Augenmerk kommt Lärm und Luftschadstoffen sowie Hydrogeologie und Naturschutz zu. Am Ende dieses Prozesses kommt es zu einer fachlich abgesicherten Trassenentscheidung.
Im darauf folgenden Einreichprojekt erfolgt eine detaillierte Planung der Trasse und die Einreichung der Umweltverträglichkeitserklärung (UVE). Parallel zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie und den erforderlichen Behördenverfahren startet Anfang 2006 das Bauprojekt, in dem die Details der Trasse festgelegt werden. Der Baubeginn ist für 2008 geplant, bis 2012 soll der Abschnitt fertig sein.
Ende 2003 Abschluss der Voruntersuchung – Aktueller Projektstand
Jänner 2004 Beginn des Vorprojekts
Ende 2004 -
Ende 2005 Ausarbeitung des Einreichprojekts, parallel dazu Umweltuntersuchungen und Umweltverträglichkeitserklärung (UVE)
2006 Durchführung der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP); Durchführung erforderlicher Behördenverfahren (Naturschutz, Wasserrecht, Forstrecht)
Anfang 2008 Baubeginn
2012 Verkehrsfreigabe
Alle angegebenen Daten stellen geplante, verfahrenstechnisch mögliche Termine für die Strecke der S1 zwischen dem Knoten Lobau und dem Knoten Deusch-Wagram dar.
DI Thomas Steiner
ÖSAG, Projektleiter S1 Lobauquerung
Telefon (Sekretariat Fr. Jamnig): 01 / 53134 - 14440
steiner.thomas@oesag.at
DI Andreas Fromm
ÖSAG, Stv. Projektleiter S1 Lobauquerung
Telefon (Sekretariat Fr. Jamnig): 01 / 53134 - 14440
fromm.andreas@oesag.at
Text verfasst von: ÖSAG - Österreichische Autobahnen- und Schnellstraßen Gesellschaft m.b.H.
ein Unternehmen des ASFINAG Konzerns.
Kopiert von der Homepage der ÖSAG/ASFINAG im Sinne einer umfangreichen Information der betroffenen Bewohner BI/Let.
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