Bürgerinitiative - NEIN zur NordostDURCHfahrung

Neues aus der Bürgerinitiative


OFFENER BRIEF der Bürgerinitiative an InteressentInnen und UnterstützerInnen

14. Dezember 2003

Sehr geehrte Damen und Herren!

Auch ich möchte mich dem Dank für die lobenden Einträge auf unserer
Homepage anschließen. Das ist der Stoff aus dem Kraft und Energie für weitere
Aktionen geschöpft werden kann!

Nur mit breiter Unterstützung aus der Bevölkerung ist es uns möglich, auf unser
aller Anliegen aufmerksam zu machen und auch Gehör bei den offiziellen Stellen
zu erhalten. Es war und ist uns ein Anliegen, neben dem notwendigen
Aktionismus, uns als kompetente und worttreue Gesprächspartner zu
positionieren. Ich denke, dass uns dies bisher recht gut gelungen ist, das
vorherrschende Gesprächsklima bei den diversen Gesprächen mit den verantwortlichen
Herren im Rathaus und bei ASFINAG und ÖSAG bestätigen uns: an
unserer Bürgerinitiative führt mittlerweile kein Weg mehr vorbei. Unsere
Anliegen werden ernstgenommen! Über 5000 abgegebene Unterstützungserklärungen
bestätigen dies.

Dafür möchte ich mich im Namen aller Donaustädter, denen die Verhinderung
der „Autobahn DURCH die Donaustadt“ ein Anliegen ist, bedanken. Nicht jedoch,
ohne auch gleichzeitig für zukünftige Aktivitäten um Ihre Unterstützung zu bitten.

Wir befürchten nämlich, dass es bis zur endgültigen Entscheidung noch einige
Monate dauern wird. Zu heiß ist dieses Thema mittlerweile geworden, um es von
jemand leichtfertig „durchzudrücken“. Ein Wahldebakel, zumindest auf
Bezirksebene wäre wahrscheinlich vorprogrammiert. Auch haben die aktuellen
EU-Transitentscheidungen verdeutlicht, welche Auswirkungen eine einseitige
Verkehrspolitik für unser Land, ins unserem Fall für die Donaustadt, mit sich
bringen würde. Nach zukunftsweisenden Maßnahmen muss gesucht werden. Der
bedingungslose und uneingeschränkte Ausbau von Autobahnen muss der
Vergangenheit angehören. Unsere Kinder werden es uns einmal danken. Und
damit es ein für allemal gesagt ist: auch wir von der Bürgerinitiative fahren mit
dem Auto, stehen manchmal im ärgerlichen Stau und nutzen die bestehenden Autobahnen.
Trotzdem, oder gerade deshalb sind wir der Überzeugung, dass es des sofortigen
Ausbaues der öffentlichen Verkehrsmittel bedarf um das Verkehrsproblem in
Aspern, Breitenlee, Essling und Hirschstetten auch nur ansatzweise zu lösen. Wir
glauben weiters, dass es gänzlich ohne neue Straßen, z.B. nach dem Muster der
B3 in Floridsdorf zw. Donaufelder- und Leopoldauerstraße, im Bezirk zukünftig
nicht gehen, bzw. fahren wird. Hier muss aber ganz sensibel vorgegangen
werden, die Bevölkerung muss schon während der Konzeptphase, also VOR der
Planung miteinbezogen werden.

Auf jeden Fall muss den verantwortlichen Politikern aber eines klar sein: man
kann jahrelange Versäumnisse bei der Schaffung einer vernünftigen
Verkehrsinfrastruktur nicht schlagartig mit der „Betonkeule“ und dem Bau einer
Transitautobahn DURCH Siedlungsgebiete lösen. Tunnel hin – Tunnel her, die
Abgase würden uns alle treffen!

Den derzeit von uns beschrittenen recht schmalen Grad der Überparteilichkeit
werden wir zukünftig wieder etwas deutlicher gehen. Wir laden daher ALLE
Parteien und Organisationen ein, uns mit Informationen, Unterlagen und
sonstigem nützlichen Material zu unterstützen. Denn wir wissen, dass es
mittlerweile in jeder Partei Pro- und Kontrastimmen zu diesem Wahnsinnsprojekt
„NordostDURCHfahrung“ gibt. Gemeinsam und trotzdem unabhängig, das ist
unser Ziel.

Denn, wie haben wir bisher immer in unseren Aussendungen geschrieben:
DIE SACHE BRAUCHT TATEN!

Herzlichst
Ihr

Helmut Letofsky
Sprecher der Bürgerinitiative
NEIN zur NordostDURCHfahrung

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